Ab 2005 neue Gartenordnung

Mitgliederversammlung des Landesverbandes tagte

Nun steht es fest: Für die Gartenfreunde im Land Brandenburg gibt es ab dem 1. 1. 2005 eine neue Rahmengartenordnung. Mit nur einer Gegenstimme wurde das Werk, das Richtlinien gibt, wie in Brandenburg gekleingärtnert werden sollte, verabschiedet. Viele Gartenfreunde aus zahlreichen Mitgliedsverbänden hatten in den vergangenen Wochen und Monaten ihre Vorstellungen zu der Neufassung eingebracht. War es doch angesichts der permanenten rechtlichen Angriffe bezüglich der Nutzung der kleinen Gärten nötig, die Formulierungen dazu auf den Prüfstand zu stellen und auch den neuen sich ständig verändernden Bedingungen anzupassen. Wie Vize-Landesverbands- Vorsitzender Heinz Lehmann erläuterte, blieb nach gründlicher Debatte in der eigens einberufenen Arbeitsgruppe die Grundsubstanz der bereits bestehenden Rahmengartenordnung erhalten. Auch weiterhin steht die kleingärtnerische Nutzung der Parzellen im Mittelpunkt. Die gut bekannte und handhabbare 1/3 Regelung wurde beibehalten. Eingearbeitet wurden Vorgaben der EU zum Natur- und Lärmschutz und Hinweise zum Umgang mit Pflanzenschutzmitteln. Festgeschrieben wurde die größere Rolle der Gartenfachberatung.
"Wir wollen mit dieser Neufassung der Rahmengartenordnung keinesfalls die Verbände reglementieren", erläuterte Heinz Lehmann. Die Mitgliedsverbände können bei Bedarf mit eigenen Gartenordnungen auf ihre speziellen Bedingungen vor Ort reagieren. Wobei die eigenen Ordnungen den Regelungen des Landesverbandes nicht entgegenstehen dürfen.
Von allen beschlossen wurden auch die Wahlprüfsteine mit denen die Gartenfreunde vor den Landtagswahlen ihren Kandidaten auf den Zahn fühlen sollten. Der LV selbst wird sich damit ebenfalls an alle Parteien wenden, die ins Rennen gehen und während der Woche des Gartens vom 6. bis 11.-September im Potsdamer Sterncenter zu einem Politfrühschoppen einladen. Dort sollen die Parteien preisgeben wie sie zu uns stehen.
Neben steigenden kommunalen Gebühren und zahlreichen Rechtsstreitigkeiten macht aber auch die Bestandsentwicklung in den Kleingartenanlagen Sorgen, ergänzte der Landesvorsitzende seinen Tätigkeitsbericht. Vor allem in berlinfernen Kreisen fehlt der Nachwuchs. "Gemeinsam mit den Kommunen - sollte nach Wegen gesucht werden, die Anlagen in einem vernünftigem Ausmaß zu erhalten."
Die Aufgaben für die Ehrenamtler werden also nicht weniger. " Allen, die sich da mit Engagement einbringen, gebührt Dank. Und um Euch zu entlasten, überlegt, ob eine Fusion - kleinerer Verbände hilfreich wäre " so der Vorsitzende zum Schluss.

(Brandenburger Gartenzeitung 7/04 schi)

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